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Tauber Altmühl Radweg: Abschnitt Herrieden - Treuchtlingen

Herrieden – Treuchtlingen

Von Herrieden aus geht es auf dem Tauber Altmühl Radweg mitten durch das Fränkische Seenland mit seinen vielfältigen Wasserlandschaften. In Gunzenhausen schließen sich die Radfahrer dem Altmühltal-Radweg an, auf dem die Tour bis zum Ende verläuft.

  • Länge:

    57 km

  • Aufstieg:

    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Mit dem Rad durchs Fränkische Seenland

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Auf der Radtour in Richtung Altmühlsee lockt das idyllische Ornbau. Die fränkische Kleinstadt liegt verträumt inmitten der Altmühlwiesen. Einst war sie eine vorgeschobene Bastion der Fürstbischöfe von Eichstätt. Tore, Türme und die mittelalterliche Baukunst der alten Befestigungsanlage prägen das Bild der Stadt. Kurz hinter Ornbau beginnt der Altmühlseezuleiter, der zum Altmühlsee führt. Er gehört zum Fränkischen Seenland und wurde 1985 im Zuge der Wasserregulierung in Bayern aufgestaut. Der See bietet ideale Möglichkeiten zum Segeln, Surfen, Baden und Angeln. Sehenswert ist die Vogelinsel – ein Rückzugsgebiet für rund 220 selten gewordene Vogelarten mit Lehrpfad und Aussichtsturm.

Entlang des Ostufers erreichen die Radler Gunzenhausen mit seinem breit angelegten Straßenmarkt, umgeben von Fachwerkhäusern und barocken Gebäuden. Hier lohnt sich ein Besuch des städtischen Museums rund um die lange Geschichte Gunzenhausens und des Fossilien- und Steindruckmuseums. In Gunzenhausen kreuzt der Tauber Altmühl Radweg auch erstmals das UNESCO-Welterbe Limes, den ehemaligen Grenzwall des Römischen Reiches. Das Archäologische Museum der fränkischen Altmühlseestadt gibt einen Einblick in die römische Geschichte der Region.

Beim Radfahren auf dem Streckenabschnitt zwischen Windsfeld und Markt Berolzheim bietet sich im Spätsommer immer wieder ein herrliches Naturschauspiel. Auf den Wiesen entlang des Radweges sammeln sich regelmäßig Storchenpaare mit ihren Jungen und bereiten sich auf den Vogelzug in den Süden vor.

Nun geht es flussabwärts Richtung Treuchtlingen und in dessen Ortsteil Graben. Kaiser Karl der Große wollte hier einst mit einem Kanal die Schwäbische Rezat mit der Altmühl und damit letztendlich die Flusssysteme von Rhein und Donau miteinander verbinden. Jedoch fiel der Plan buchstäblich ins Wasser: Durch heftige Regenfälle behindert, konnte keine dauerhafte Kanalverbindung geschaffen werden. Eine 500 Meter lange Wasserfläche dieses Kulturdenkmals ist bis heute erhalten geblieben, eine Ausstellung in Graben ist ihm gewidmet. Danach erreichen die Radfahrer bald den „jungen Kurort“ Treuchtlingen.